Pfingstsonntag

Pfingstsonntag in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





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Pfingstsonntag 24 Mai 15 Mai 4 Juni 20 Mai

Welche Bedeutung trägt der Pfingstsonntag?

Jedes Jahr markiert der Pfingstsonntag genau 50 Tage nach dem Osterfest und zehn Tage nach der Himmelfahrt den Anfang von Pfingsten und ist somit der feierliche Abschluss der christlichen Osterzeit, aber gleichzeitig auch der Geburtstag der Kirche. Der Name hat seine Wurzeln im griechischen Wort für "Fünfzig", nämlich "pentekoste". Pfingsten ist die Zeit in der Christen den "Heiligen Geist" feiern, denn laut Überlieferungen der Bibel erschien dieser am 50. Tag den in Jerusalem versammelten Jüngern, den Aposteln und auch Maria in Form von Feuerzungen, begleitet von einem enormem Brausen um sie zu „erfüllen“. Dieses Ereignis befreite sie ihrer Angst ihres Glaubens wegen verfolgt zu werden und ermöglichte es ihnen plötzlich unerklärlicher Weise fremde Sprachen zu sprechen. Dies wird auch als "Pfingstwunder" oder "Ausgießung des Geistes" bezeichnet. Daraufhin begannen sie ihr Wissen über Jesus und seine Taten mit anderen Menschen zu teilen und den neuen Glauben des Christentums zu verbreiten. Somit gilt Pfingsten im Christentum als das wesentlichste Fest und auch als der "Geburtstag" aller christlichen Kirchen.

Entstehung des Pfingstsonntags

Laut Apostelgeschichte fand das erste Pfingstfest am „Schawuot" der Juden statt. Dieses wird exakt 50 Tage nach dem Passahfest, auch als „Wochenfest" bezeichnet, gefeiert und markiert den Anfang der Getreideernte. Anfangs war es ein Fest das dem Zweck diente die erste Ernte zu feiern. Später rückte jedoch die übliche Danksagung der Gesetzgebung am Sinai in den Vordergrund. Ohne Zweifel wurde das christliche Pfingstfest von diesem Fest inspiriert. Für Christen stellt dieses Fest die Ablösung des alten Abkommens auf dem Wege der Gründung der christlichen Kirche dar und ist außerdem ein Dankfest für die Versprechungen des Heiligen Geistes. Bereits im zweiten Jahrhundert wurde Pfingstens nachweislich als institutionelles Fest zelebriert.

Übliche Bräuche

Fast jede Region hat eigene Bräuche zum Pfingstsonntag. In der Lüneburger Heide hat das Pfingstbaumpflanzen bekannter Weise eine lange Tradition. Junge Birken werden dienen gewöhnlich als konventionelle Pfingstbäume, welche von den Bewohnern vor die Haustür gestellt werden, um böse Geister abzuschrecken, jedoch wurde dieser Brauch schon vor vielen Jahren von heiratswilligen Männern dazu genutzt sich den noch ledigen Frauen vorzustellen.

Das Schmücken des Pfingstochsen ist ein weiterer Brauch, der insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern weit verbreitet ist. Dort wird das Vieh am Pfingstsonntag zum allerersten Mal im Jahr auf die Weide getrieben. Mit bunten Blumen, Bändern sowie Stroh dekoriert führt das kräftigste Tier die Herde an. Übrigens sollte man anmerken, dass so ziemlich alle Bräuche zu Pfingsten dem Maibrauchtum ähneln, wie beispielsweise der Akt des Tanzens um einen Baum.