Nikolaus

Nikolaus in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





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Nikolaus 6 Dezember 6 Dezember 6 Dezember 6 Dezember

Der Nikolaustag

Am 6. Dezember eines jeden Jahrs erinnern sich die Deutschen an den Tod des Sankt Nikolaus der Stadt Patara die heute in der Türkei liegt und an diesem Tag im Jahre 346 nach Christus starb. Er war ein griechisch-christlicher Bischof der für seine Wundertaten bekannt war und für die heimliche Vergabe von Geschenken. Heute ist er der Schutzpatron kleiner Kinder, Seemänner, Händler und Studenten. Seine verstarben schon früh und fast zur gleichen Zeit an einer ernsten Krankheit und deshalb weinte Nikolaus Tag und Nacht. Doch er erbte großen Reichtum: Gold, Silber, Edelsteine, Schlösser, Paläste und Ländereien, sowie viele Untertanen die sich selbstverständlich um ihn kümmerten. Auch einige Tiere wie Pferde, Schafe, Esel und noch ein paar andere gehörten ihm. Trotz allem war Nikolaus meist sehr traurig und war unfähig sich über seinen Reichtum zu freuen. Deshalb versuchten seine Angestellten ihn aufmuntern. Doch Nikolaus ließ sich seine Trauer nicht nehmen. Erst das Verschenken seines Reichtums brachte ihm wieder Freude. Seit jeher ist St. Nikolaus einer der beliebtesten christlichen Heiligen. In den Kreisen der orthodoxen Kirche ist seine Verehrung seit dem 6. Jahrhundert bekannt, als Justinian I. in Konstantinopel eine Kirche errichtete die ihm gewidmet war.
Deutschland erreichter der Nikolauskult jedoch erst später, ca. im 11. Jahrhundert, vermutlich übermittel durch Theophanu, die byzantinische Frau Ottos des Zweiten.

Interessantes und Wissenswertes

Manche Menschen stellen sich die Frage: Ist der Nikolaus der Weihnachtsmann? …Obwohl sich beide sehr ähnlich kleiden, sollte man den Nikolaus nicht mit dem Weihnachtsmann verwechseln. Sie sind zwei verschiedene Personen. Tatsache ist, dass sich viele gläubige Familien Anfang Dezember stärker auf den Nikolaus konzentrieren um so zu gewährleisten, dass an Weihnachten auch tatsächlich die Geburt Jesu im Mittelpunkt steht, und nicht die Geschenke des amerikanisierten und kommerzialisierten Weihnachtsmanns. Es ist Tradition, dass die Kinder ihre Schuhe vor die Tür stellen oder, wie die Amerikaner zu Weihnachten, Strümpfe aufhängen. Wer gut was, der erhält vom Nikolaus Geschenke. Meist sind dies Süßigkeiten, Früchte und Nüsse. Doch schlimme Kinder die sich nicht gut benommen haben erhalten ein Stück Kohle. Dieser Brauch ist jedoch eher neu, denn das war nicht immer so. Früher war es Gang und Gebe die Gaben alle auf einem Haufen irgendwo hinzulegen, doch gab es folglich oft ein ganz schönes Durcheinander an Geschenken. So kamen die Leute irgendwann auf eine super Idee: Sie nahmen die Dinge, die sie sowieso abends zum Trocknen aufhängten bzw. aufstellten: ihre Schuhe und Socken. Da kamen dann die Geschenke rein.