4. Advent

4. Advent in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





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4. Advent 20 Dezember 18 DEzember 24 Dezember 23 Dezember

Der vierte Sonntag im Advent

In den Lesungen der Evangelien nach Lukas, welche für den 4. Sonntag des Advents vorgesehen sind, liegt Maria im Vordergrund. Das sogenannte Magnifikat und der Besuch durch den Engel, dessen Verkündigung sich Maria unterwirft, werden jedoch von noch einer weiteren Geschichte über Johannes, den Täufer, aus dem Johannes-Evangelium vollendet. Das alte Testament wie auch die Epistellesung verkünden die Freude, die uns bereits geschenkt wurde, denn uns wurde das Kommen des Herrn versprochen, der den Frieden in diese Welt bringen wird. Es entfällt das "Gloria in excelsis".

Am vierten Advent werden unsere Herzen also mit Freude erfüllt, denn das Fest der Geburt Jesu steht an. Gerne genießen wir den Lobgesang Marias, der Mutter Jesu, und preisen durch sie die Größe des Herrn, denn es ist Jesus Christus der alle Verheißungen, die dem Volk Israels sowie uns versprochen sind, bestätigt. Dank ihm wissen wir, dass auch jene Verheißungen, die noch erfüllt werden müssen, auch wirklich vollendet werden.

Weitere Informationen

In neuen und modernen, teils meditativen Gestaltungselementen, wie dem Advents-Labyrinth, wurde die Symbolik des Lichts aufgegriffen. Der irreführende Weg durch ein Labyrinth symbolisiert den Weg durch das wirre Leben. Im Zentrum befindet sich als Ziel beispielsweise das Licht, symbolisiert durch eine Kerze oder mancherorts auch durch ein Evangeliar das für das Wort Gottes steht.

In einigen Kirchen Deutschlands brennt in der Zeit zum Advent eine Laterne mit einer Kerze des Friedenslichts Betlehems, welches in der Geburtskirche in Bethlehem angezündet und mittels Lichtstafette in Europa verbreitet wird. Es steht den Gottesdienstbesuchern frei an diesem Feuer eigene Kerzen zu entzünden und somit dieses Licht nach Hause zu tragen.

Neuerdings gibt es unter anderem auch Bestrebungen der deutschen Kirchen eine Ausdehnung der Adventszeit mit Hilfe des Einzelhandels und der Werbebranche über den Christkönigsonntag bzw. den Ewigkeitssonntag hinaus zu gebieten. Die Kirchen möchten die Adventszeit wieder weniger kommerziell gestalten und hoffen in ihren Bemühungen auf Einsicht seitens der Verbraucher. So wird behauptet, dass wenn keine Waren gekauft werden, diese über kurz oder lang auch wieder aus den Regalen verschwinden werden. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz wie auch die katholische Kirche reichte unter Berufung des Art. 140 des Grundgesetzes eine Verfassungsbeschwerde gegen das Berliner Ladenöffnungsgesetz ein, welches es ermöglicht an allen vier Sonntagen des Advents die Geschäfte zu öffnen.