Heiligabend

Heiligabend in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





Deutschland 2015 2016 2017 2018
Heiligabend 24 Dezember 24 Dezember 24 Dezember 24 Dezember

Die Christnacht bzw. Heiligabend

Der Vorabend des Weihnachtsfests am 24. Dezember wird Heiligabend genannt. Oft wird auch der ganze Tag so bezeichnet. An diesem Abend findet in Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen anderen Ländern traditionell die Bescherung statt. Die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember wird als Christnacht bezeichnet, oder des öfteren auch als Heilige Nacht. In der Antiken endete ein Tag mit dem Sonnenuntergang, der Abend des 24. Dezember gehört deshalb liturgisch bereits zum Weihnachtstag.

Traditionen und Bräuche

Die Weihnachtsfeier und Bescherung mit Festessen hat sich in Europa nach und nach auf den Vormittag des 24. Dezember verlagert.

Die Bescherung findet in den meisten europäischen Ländern am 24. Dezember statt, wobei in fast allen anderen Ländern, vor allem denen im englischen Sprachraum, die Geschenke erst am Morgen des 25. Dezember verteilt werden.

Zumeist wird im Familienkreis gefeiert. Zuerst kommt die Bescherung, danach das Festessen. Aufwändige Gerichte sind in Deutschland nicht üblich. Meist wird eine einfache Mahlzeit, wie z.B. Kartoffelsalat mit Würstchen, gegessen. Viele Familien gehen zu einem Gottesdienst der am späten Nachmittag oder bei Nacht stattfindet. Auch Nicht-Kirchgänger kommen an diesem Tag in die Kirche. Daher hat diese um die Weihnachtszeit die meisten Besucher im Lauf des ganzen Jahres.

Nähere Informationen zu Heiligabend

In Bulgarien, Estland, Finnland, Litauen, Slowakei, Tschechien und in der Republik Zypern ist der 24. Dezember ein gesetzlicher Feiertag. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein hingegen ist Heiligabend traditionell jedoch kein gesetzlicher Feiertag. Deshalb müssen die meisten Menschen an diesem Tag, wie an jedem normalen Werktag, zur Arbeit gehen.

Dennoch wird in vielen Betrieben „still gefeiert“, und fast in ganz Deutschland darf gesetzlich an Heiligabend in der Gastronomie nach 14 Uhr nur noch weihnachtliche Musik gespielt werden.

Geschichtliche Fakten

Interessant ist, dass im 1. Weltkrieg 1914 ca. 100.000 Soldaten an der Ost- und Westfront sich entschlossen ihre Waffen niederzulegen um Weihnachten zu feiern. Dieser Frieden hielt einige Tage an.

Von 1940 bis 1943 benutzte der damalige Großdeutsche Rundfunk die Feiertage mit Weihnachtsringsendungen voller Propaganda zur Verbindung der Heimat und der Front. Ende des 2. Weltkriegs zündeten viele deutsche Kerzen an heilig Abend an, zum Gedenken der Kriegsgefangenen, die noch nicht heimgekehrt waren. Diese Geste verdanken wir Ernst Reuter, der damals Berlins Bürgermeister war.

Als Solidaritätsbekundung mit dem durch die Mauer geteilten Osten Deutschlands und den Menschen die dort lebten, wurden bis in die 60er Jahre Kerzen in den Fenstern der Deutschen aufgestellt.Dieser Brauch, an Heiligabend eine brennende Kerze in die Fenster zu stellen, wird seit 1986 wieder gepflegt. Mittlerweile stellen Menschen aus aller Welt an Heiligabend Kerzen in ihre Fenster. Sogar der Papst erscheint in Rom erscheint um 18 Uhr und entzündet eine Kerze in seinem Fenster mit dem Licht des Friedens.