Ostermontag

Ostermontag in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





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Ostermontag 6 April 28 März 17 April 2 April

Die Ursprünge von Ostermontag

Ostermontag ist, wie die anderen Tage der Osterfeierlichkeiten ein wichtiger Tag am wichtigsten Fest des christlichen Glaubens und gehört zum Zyklus Leidensweg-Sterben-Begräbnis-Auferstehung. Während der Ostersonntag im katholischen Glauben und der Karfreitag im evangelischen Glauben die Hauptrolle spielen, steht der Ostermontag eher im Schatten der anderen, hohen Feiertage.

In der biblischen Geschichte treffen an diesem Tage zwei der Jünger Jesus Christus, die sich auf dem Weg zurück in ihre Heimat, die Stadt Emmaus, befinden, während ihrer Reise auf einen Fremden, der mit ihnen geht. Dieser hinterfragt ihre schwere Trauer und die Jünger berichten vom Leidensweg des Messias. Später am Abend entpuppt sich dieser dann als der auferstandene Jesus Christus. Die Jünger kehren daraufhin um und zurück nach Jerusalem. Sie verbreiten dort und später auch in anderen Städten die Auferstehungsgeschichte und geben damit mehr Menschen die Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Tode.

Während Jesus am Karfreitag verstorben ist und begraben wurde und am Ostersonntag sein Grab leer vorgefunden wurde, nachdem die Engel den Grabstein zu Seite geschafft hatten und den Jüngern die Auferstehungsbotschaft überbrachten, waren diese nicht vom Wahrheitsgehalt dieser Verkündung überzeugt. Erst der Ostermontag und die Geschichte dieses Tages konnte ihre Zweifel ausräumen. Damit ist dieser Tag der Grundstein zum Verkündung der Osterbotschaft in der gesamten Welt.

Im ursprünglichen Osterfest gehörte die gesamte auf Ostern folgende Woche zum eigentlichen Fest und war arbeitsfrei. Heute ist uns von dieser Zeit lediglich der Ostermontag als arbeitsfreier, zweiter Festtag geblieben.

Bräuche und Gepflogenheiten zu Ostermontag

Um an den Weg der zwei Jünger Jesus Christus zurück in ihre Heimatstadt Emmaus zu gedenken, auf dem sie diese folgenschwere Begegnung hatten, führen noch heute einige Gemeinden den so genannten Emmausgang durch. Dieser Gang soll alle Gläubigen daran erinnern, dass Jesus jeden Tag Gutes unter uns tut und dabei unerkannt bleibt, außer er gibt sich selbst zu erkennen.

Auch für nicht- oder weniger gläubige Menschen hat der Gang der Jünger nach Emmaus eine Bedeutung erlangt, denn am Ostermontag finden die traditionellen Osterspaziergänge statt, die ihren Ursprung in der Wanderung der Jünger haben.

Der Ostermontag ist in Deutschland, sowie vielen anderen Ländern (insgesamt 18), wie der Schweiz, Österreich, Großbritannien, Slowenien, Frankreich, Ungarn und Spanien zu den gesetzlichen Feiertagen und ist damit arbeitsfrei. In manchen dieser Länder, unter anderem Frankreich, findet das Suchen der Eier, das heutzutage stark kommerzialisiert ist, erst am Ostermontag statt.

Am Ostermontag fand bis vor hundert Jahren ein klassischer Wettkampf im Schwingen in der Schweizer Stadt Bern statt. Auch andere sportliche Wettkämpfe werden seit jeher gerne an Ostermontag ausgetragen. Der Schwertertanz und ein großem Umzug mit Pferdewägen sollen in der Gemeinde Traunstein in Bayern den Winter vertreiben. In Unterfranken findet im Remlingen der traditionelle Eierlauf statt. Dabei ziehen kleine Gruppen zu einem Haus zum nächsten, um Eier der Einwohner zu erbitten. In der Folge werden diese bei einem Festmahl verzehrt und ein Umzug gefeiert. Im Anschluss erfolgt ein Wettkampf zwischen einem Eierläufer und einem Eiersammler. Der Läufer muss dabei eine Strecke von reichlichen zwei Kilometern zurücklegen, während der Sammler 75 aufheben und in einen Korb werfen muss. Am Ende gewinnt derjenige, des seine Aufgabe als erstes erfüllt hat.