2. Advent

2. Advent in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





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Der zweite Sonntag im Advent

Nachdem am ersten Adventstag die Macht Gottes im Vordergrund stand, gebührt die Thematik des 2. Sonntags im Advent dem erlösenden Aspekt des Herrschers. Der Erlöser.. Er wirkt auf verschiedene Weisen. Auch wiederum durch Macht, aber auch durch den Opfertod am Kreuz. Das Kommen wird aber oft auch als die Erlösung von den Leiden dieser Welt betrachtet, das heißt, dass wenn der Herr endlich kommt, er diesem hiesigen Trübsal (Epistel) ein Ende setzen wird. Außerdem entfällt ab diesem Sonntag das "Gloria in excelsis".

Wie bereits erwähnt denken wir am zweiten Advent vor allem an den lang-erwarteten Tag, an dem unser Vater im Himmel diese Welt erlösen wird. Denn Tatsache ist, dass wir in dieser Welt immer noch der Not wie auch der Schuld ausgesetzt sind und auf den Erlöser warten, der bereits naht. Doch in aller Trübsal unseres geschätzten Lebens hören wir gerne die Verheißungen, die uns absolut mit Hoffnung erfüllen und deren Einlösung wir geduldig erwarten.

Weitere Informationen

Ursprünglich war die Adventszeit eigentlich eine Fastenzeit, welche von der Alten Kirche auf die Zeit zwischen dem 11. November und dem ehemaligen Weihnachtstermin, also dem Fest der Erscheinung Jesu am 6. Januar, festlegte. Zudem galten die Fastenzeit wie auch die Adventszeit als sogenannte „geschlossene Zeiten“. In diesen geschlossenen Zeiten durfte weder getanzt noch aufwendig gefeiert werden. Auch festliche Trauungen waren in geschlossenen Zeiten nicht gestattet, stille Trauungen waren jedoch akzeptabel. Seit 1917 wird das Fasten zur Adventszeit vom katholischen Kirchenrecht nicht mehr verlangt.

Der Adventskranz den wir heute kennen, mit seinen vier Kerzen, entwickelte sich vom traditionellen Wichernschen Adventskranz. Seit ca. 1860 fertigt man den Adventskranz aus Tannengrün. Im Jahre 1925 wurde zum ersten mal ein Adventskranz tatsächlich in einer katholischen Kirche aufgehängt, und zwar geschah dies in Köln. Im Jahre 1930 folgte dann der erste Adventskranz in der Stadt München.

Die selten geäußerte Vermutung, dass es den Adventskranz schon etwa hundert Jahre vor der Zeit des Johann Hinrich Wichern gab, beruht vermutlich auf einem Gedicht, in dem der Adventskranz beschrieben wird. Dieses wurde fälschlicher Weise Matthias Claudius (1740–1815) zugeschrieben. In Wahrheit stammt dieses Gedicht von seinem Urenkel, Hermann Claudius (1878–1980). Mancherorts wird der Adventkranz übrigens mit Kerzen in den vier Farben violett, rot, rosa und weiß geschmückt, die in der genannten Reihenfolge entzündet werden.