Totensonntag

Totensonntag in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





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Totensonntag 22 November 20 November 26 November 25 November

Der Totensonntag bzw. Ewigkeitssonntag

Der Totensonntag ist das evangelische Gegenstück zu Allerseelen und es gibt für diesen Tag mehrere Namen, wobei die bekannteste Alternative wohl der Ewigkeitssonntag ist. Dieser Tag findet traditionell am allerletzten Sonntag vor dem 1. Advent statt. Dieser Termin wurde nicht per Zufall gewählt, denn der Feiertag ist gleichzeitig der letzte Sonntag des Kirchenjahres und läutet somit das das Ende wie auch einen Neuanfang ein. Außerdem spendet er als Ewigkeitssonntag auch Trost und soll uns die Angst vor dem Sterben nehmen. Auch dient dieser Tag als Erinnerung an das Jüngste Gericht.

Da der Totensonntag bzw. Ewigkeitssonntag ein stiller Feiertag ist herrscht an diesem Tag Tanzverbot. Er ist also ein ganz besonderer Feiertag und dient der Erinnerung an Verstorbene. Bereits seit dem 19. Jahrhundert wird er in Deutschland traditionell am letzten Sonntag vor dem Ersten Advent begangen.

Tradition und Geschichte

Es ist Brauch am Totensonntag den Friedhof zu besuchen, um die Gräber der verstorbenen Nächsten und Angehörigen zu dekorieren. In den meisten evangelischen Gemeinden finden dann außerdem spezielle Gottesdienste statt. Oft werden dann die Namen der Verstorbenen der Gemeinde zum Klang der Glocke verlesen und in die Fürbitte miteingeschlossen. Ganz im Einklang mit dem Charakter des Feiertags soll das Verklingen der Gebetsglocke auch an die eigene Vergänglichkeit erinnern.

In der evangelischen Kirche schreibt man dem Totensonntag die liturgische Farbe Grün zu, während Allerseelen der Katholiken hingegen traditionell mit lila oder schwarz einher geht. Da um die Zeit des Totensonntags bereits reger Weihnachtsbetrieb im Gange ist, wirbt die Kirche dafür den Besuch der Weihnachtsmärkte aus Respekt vor den Toten an diesem Tag zu meiden.

Während die katholische Kirche mit Allerseelen seit langer Zeit einen besonderen Tag für die Erinnerung der Verstorbenen hat, wurde ein solcher Feiertag in der evangelischen Kirche lange Zeit abgelehnt. Der Grund dafür bestand im Evangelium des Matthäus 8,22, in dem es heißt: „Lasset die Toten ihre Toten begraben“. Dies deutete man so, dass die Lebendigen sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren sollen indem sie das Reich Gottes verkünden, statt sich an Vergangenes zu klammern. Die Geschichte der Entstehung dieses Feiertags verdeutlicht warum er mehrere Namen hat. Man nennt ihn auch den „Ewigkeitssonntag“, „Letzter Sonntag des Kirchenjahres“, „Gedenktag der Entschlafenen“ oder „Tag des Jüngsten Gerichts“ und schreibt ihm die verschiedensten Bedeutungen zu. Insbesondere der Name Ewigkeitssonntag verweist auf die wichtige Bedeutung die dem Totensonntag selbst heute noch gegeben wird.