Heilige Drei Könige

Heilige Drei Könige in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





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Heilige Drei Könige 6 Januar 6 Januar 6 Januar 6 Januar

Das Fest der "Heiligen drei Könige"

Die "Heiligen drei Könige" kennt man auch als die Weisen aus dem Morgenland. Sie wurde bereits im Matthäusevangelium erwähnt: "Und sahen das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe" (Matthäusevangelium 2, 11). Im 3. Jahrhundert nach Christus schloss man auf Grund der Anzahl ihrer Geschenke, also Myrre, Gold und Weihrauch, auf die Dreizahl dieser Magier. Ihre Namen waren anfangs eigentlich "Thaddadia, Melchior und Balytora", doch nannte man sie ab dem 8. Jahrhundert "Caspar, Melchior und Balthasar" und erhielten zudem den Status der Könige.

Ursprünge im Christentum

Im Neuen Testament sind diese allerdings nicht als „Könige“ definiert und es gibt auch keine Information über ihre Anzahl. Laut der katholischen Kirche werden sie als Heilige gepriesen und ihr Hochfest soll das Fest der Erscheinung des Herrn bzw. die Epiphanie oder Epiphanias sein, welche am 6. Januar gefeiert wird. Sowohl in der katholischen, als auch in den evangelischen Kirchen wird an Epiphanias an die Weisen erinnert. In den orthodoxen Kirchen dagegen, werden die drei König zur gleichen Zeit wie das Weihnachtsfest gefeiert, also am 25. Dezember. Das „Dreikönigsfest“ bzw. der „Dreikönigstag“ ist in vielen Gebieten Deutschlands der Begriff mit dem man den 6. Januar bezeichnet.

Die Kirche feiert mit diesem Fest die Anerkennung der Göttlichkeit Jesu, welche durch die Anbetung der Magier (Caspar, Melchior und Balthasar) bei seiner Taufe im Jordan symbolisiert wird.

In den evangelischen Kirchen zählt man jene Sonntage die darauf folgen als „Sonntage nach Epiphanias“; die katholische Kirche feiert an diesem Sonntag nach der Erscheinung des Herrn ein Fest zur Taufe des Herrn, mit dem der Weihnachtsfestkreis endet.

Bräuche und Traditionen

Das Dreikönigsingens, oder auch Sternsingen genannt, ist ein Brauch der in früheren Zeiten dazu genutzt wurde, sich in der kalten Jahreszeit ein Zubrot und einen sogenannten Zehrpfennig dazu zu verdienen. Die Vortragenden gingen gewöhnlicherweise als Könige verkleidet mit einem Stern umher. Vorgetragen wurde ein musikalisch begleitetes Sing- und Sprechspiel das in Segenssprüchen für die Hausbewohner endete. Vielerorts war das Sternsingen nur Menschen besonderer Berufsgruppen gestattet. In anderen Gegenden war es üblich, dass arme Kinder und Jugendliche oft auf eigene Faust von Haus zu Haus zogen um Geld und Naturalien für sich und ihre Familien zu sammeln. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Sternsingen wieder ins Lebens gerufen. Heute wird der Brauch in Deutschland, Österreich, der Schweiz und vor allem auch in Südtirol vorrangig von den dortigen katholischen Gemeinden organisiert. Die Sternsinger singen ein ein Lied und sprechen ein Gebet bzw. sagen Gedichte für Menschen auf, die ihnen den Zutritt gewähren. In der Regel bestehen die Sternsinger aus Kindern und Jugendlichen die zumeist in von einem oder zwei Erwachsenen der jeweiligen Pfarrgemeinde begleitet werden. Sie bitten gewöhnlich um eine Gabe und segnen zudem noch das Haus, wobei die jeweilige Jahreszahl sowie die Initialen C + M + B an die Haustür geschrieben werden. Während Anfangs ein Kreuz über die Türen gemalt wurde, entwickelte sich im Lauf der Zeit der bekannte Haussegen "C + M + B", "Christus Mansionem Benedicat", "Christus segne dieses Haus", der das Böse abhalten soll.