Halloween

Halloween in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





Deutschland 2015 2016 2017 2018
Halloween 31 Oktober 31 Oktober 31 Oktober 31 Oktober

Die Geschichtlichen Hintergründe

Das eigentliche Halloweenfest stammt aus dem katholischen Irland und war zu Zeiten der irischen Auswanderer nach Nordamerika weitverbreitet. Diese Auswanderer waren es auch, die dieses heimatliche Brauchtum in der neuen Welt weiterpflegten und damit den Grundstein für das heutige Volksspektakel des Halloween-Festes in den USA legten. Die Ursprünge des Festen gehen wohl auf keltische und heidnische Riten zurück.

Namentlich handelt es sich bei Halloween um eine Kurzform, die den Abend bzw. die Nacht vor Allerheiligen bezeichnet (vergleichbar mit dem Weihnachtsabend am 24. Dezember). Halloween bildet damit den Auftakt des Festtages Allerheiligen (am 1. November) und Allerseelen (am 2. November). Allerseelen widmet sich dabei alle Gestorbenen, die nach katholischem Glauben Zeit im Fegefeuer verbringen müssen, da sie kein gottgefälliges Leben geführt haben. Spenden der Hinterbliebenen an die Kirche sollen diesen Seelen helfen, ihre Zeit im Fegefeuer zu verkürzen und den Weg in den Himmel zu erleichtern.

Der Charakter des heidnischen Festes verbindet sich mit christlichen Traditionen und stellt die Halloween-Nacht damit eine Zeit der Unruhe, des Umtriebes und der Erneuerung dar. Die Kelten begingen dieses für sie sehr wichtige Fest mit großen Feuern auf den Hügeln und gedachtem dem Ende des Sommers und dem Einbringen der Tiere in ihre Winterställe.

Halloween im heutigen Europa

Da Halloween ist im heutigen Europa und auch Deutschland nur wenig verbreitet, dennoch findet man es seit den 1990ziger Jahren in Frankreich und in den letzten Jahren auch vermehrt in Deutschland. Die alten, regionalen Geisterbräuche werden damit in eine kommerzielle Form des Halloweens integriert und leben so als regionales Brauchtum in neuem Gewand weiter.

Die Kirche steht diesem Brauchtum seit jeher besonders skeptisch gegenüber. Während christliche Synoden im frühen Mittelalter versuchten keltische Feste aus den Köpfen der Leute zu bekommen, wendet sich die Kirche seit der frühen Moderne vor allem gegen einzelne Bräuche. Halloween steht damit im Bezug zu anderen Unruhenächten wie der Walpurgisnacht oder auch den Rauhnächten zu Beginn des kalendarischen Jahres. Dabei richtet sich das Missfallen vor allem gegen das verbreitete Wahrsagen und den „Schabernack“, der in diesen Nächten von zumeist jungen Menschen betrieben wird.

Kritik an Halloween

Vor allem die alteingesessene Bevölkerung Deutschlands steht dem Halloweenfest nach amerikanischer Tradition sehr skeptisch gegenüber. Das liegt zumeist am extrem hohen Kommerzialisierungsgrad, der dazu führt das die Hintergründe dieses in Deutschland nicht heimischen Festes vergessen werden.

Weiterhin treten dadurch andere, historisch überlieferte Bräuche in den Hintergrund, da diese gerade für die jüngeren Generationen natürlich deutlich weniger Reiz ausüben als die Mischung aus Geschenken, Unfug und Verkleiden zu Halloween. Es ist davon auszugehen, dass dieses Fest auch in Deutschland weiter Fuß fassen wird, da auch hier die Globalisierung nach ihren eigenen Regeln spielt und kaum aufgehalten werden kann.