Christi Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





Deutschland 2015 2016 2017 2018
Christi Himmelfahrt 14 Mai 5 Mai 25 Mai 10 Mai

Die Bedeutung

"Christi Himmelfahrt" ist der Tag an dem alle Christen, katholische und evangelische, die Aufnahme Jesu in den Himmel Gottes feiern. Gemeint ist damit seine "Thronbesteigung" an Gottes Seite. Selbstverständlich bezieht sich hier der Begriff "Himmel" nicht auf einen geografischer Ort, sondern steht im Bezug auf die Nähe und Verbundenheit mit dem Erschaffer. Es ist nicht so zu verstehen, dass Christus durch diese Tat die Menschen verließ. Stattdessen feiert man voller Freude und hoffnungsvoll darauf, dass Jesus eines Tages wieder zu uns zurückkehrt. Durch seine Aufnahme in den Himmel hat sich Christus nämlich nicht von uns entfernt! Er ist uns Menschen auf diese Weise viel näher gerückt.

Die Bräuche

Vor einiger Zeit wurde zum Schluss des Gottesdienstes eine Figur des Sohns Gottes mittels Seilen in das Kirchengewölbe hinaufgezogen. Sobald die Figur aus dem Blickfeld verschwunden war, fielen Blumen und kleine Heiligenbildchen herab. Als ein Symbol der Feuerzungen des heiligen Geistes regneten auch brennende Materialien aus dem Gewölbe. Dieses Ritual stellt das Schweben Christi in den Himmel dar.

Mancherorts gehörte zu dieser Tradition auch das Hinabwerfen einer Teufelsdarstellung aus dem Kirchengewölbe, welches den "Himmel" darstellt. Diese wurde dann von der Kirchengemeinde zerstört und "erschlagen". Dieser symbolische Akt diente der Überwindung der Herrschaft des Bösen und sollte sicherstellen, dass Jesus seinen Platz im Himmel einnehmen kann. Später wurden jedoch beiden Bräuche durch einen Kirchenerlaß verboten.

Im später Mittelalter gab es einen weiteren Brauch der den Menschen die Himmelfahrt Christi deutlicher machen sollte und darin bestand, dass zwei Priester während des Gottesdienstes mit einem Faß voll qualmendem Weihrauch jeden Gang der Kirche durchquerten. Da die entstandene Rauchwolke nach oben zog, symbolisierte die die "Himmelfahrt".

Eine weitere Tradition die mancherorts in vorwiegend katholischen Gegenden besteht sind kleine Flurprozessionen. Diese sind Himmelfahrtsprozessionen, die zum einen daran erinnern, dass sich Christen auf "einer ständigen Wanderung zu Gott" befinden. Zum anderen marschieren Pfarrer und auch ihre Kirchengemeinde ein Kreuz tragend durch ansässigen Felder und sprechen Gebete in der Hoffnung die kommenden Ernten vor Schäden durch Hagel oder Regenausfall zu schützen

Christi Himmelfahrt in der Vergangenheit

Bis zum Jahr 400 nach Christus wurde die Himmelfahrt mit der Pfingstzeit zusammen zelebriert. Erst seit dem Jahr 370 kann Christi Himmelfahrt als eigenständiger Feiertag der 40 Tage nach Ostern stattfindet historisch belegt werden. Ab dem Jahr 400 wurde das Fest der Himmelfahrt dann regelmäßig begangen. Der "historische" Hintergrund wird selbstverständlich von der Bibel geliefert, denn ihr zu folge soll Jesus Christus exakt drei Tage nach seiner Kreuzigung wieder auferstanden sein. Seinen Jüngern erschien er noch 40 Tage lang und lieferte Predigten vom Reich Gottes, bevor er am 40. Tag vor den Augen seiner treuen Jünger in den Himmel schwebte und in einer Wolke verschwand.