Allerheiligen

Allerheiligen in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





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Allerheiligen 1 November 1 November 1 November 1 November

Was ist Allerheiligen?

Das Fest Allerheiligen heißt auf lateinisch Festum Omnium Sanctorum und ist ein Feiertag aus dem Christentum der dazu dient alle Heiligen zu gedenken, einschließlich solcher, die nicht unbedingt heiliggesprochen wurden. Gemeint sind damit jene Heiligen deren Heiligkeit sich niemand bewusst ist. Niemand außer Gott natürlich. Die Allerheiligenstriezel sind im süddeutschen Sprachraum als Allerheiligengebäck bekannt. Diese werden von Tauf- oder Firmpaten an ihre Patenkinder verschenkt. Dieser leckere Striezel wird aus Hefeteig zu Zöpfen geflochten und mit Hagelzucker oder Streuseln verseht. Im Gebiet der nördlichen Oberpfalz nennt man dieses Allerheiligengebäck „Strietzl“.

Während unsere Kirchen im Westen dieses Fest am 1. November begehen, wird es in der orthodoxen Kirche traditionsgemäß am ersten Sonntag in Folge des Pfingstfests begangen. Als ein sogenanntes Hochfest ist Allerheiligen in fast allen Diözesen ein vorgegebener Feiertag der katholischen Kirche des Vatikans und ein prinzipielles Fest der anglikanischen Kirche.

Die Geschichte dieses Feiertags

Während den ersten christlichen Jahrhunderten wurde es auf Grund der stetig wachsenden Zahl von Heiligen immer schwieriger, gar unmöglich, jedem einzelnen Heiligen einen besonderen Tag zu widmen. Jedes Jahr wiederkehrende Gedenktage für Verstorbene existierten schon im antiken Christentum. So finden sich in der Ostkirche beispielsweise bereits seit dem Anfang des 4. Jahrhunderts explizite Allerheiligenfeste, welche als Herrentag von allen Heiligen am ersten Sonntag nach dem Pfingstfest gefeiert wurden. Doch in der Westkirche hingegen war es Papst Bonifatius IV. der am 13. Mai des Jahres 609 oder möglicherweise 610 nach Christus das heidnische und römische Pantheon in Rom ins Leben rief. Dieses war davor das Heiligtum der Welt der antiken Götter, also der Jungfrau Maria sowie aller Märtyrer. Folglich ordnete er eine jährliche Feier an. Anfangs am Freitag nach Ostern, aus dem Grund, dass dieses Fest inhaltlich im Wesentlichen von Ostern geprägt war.

Über hundert Jahre später war es Papst Gregor III. der eine bestimmte Kapelle in der Basilika St. Peter allen Heiligen weihte und daher den Feiertag in der gesamten Stadt Roms auf den 1. November legte. Gegen Ende des 8. Jahrhunderts begannen vor allem die Franzosen das Fest an diesem Tag zu feiern, woraufhin sich dieser Termin langsam in der gesamten Westkirche verbreitete, bis Papst Gregor IV. im Jahre 835 nach Christus Allerheiligen für die gesamte Westkirche auf den 1. November festlegte.

Umstritten ist die Annahme, dass das Christentum seine Wahl des Datums auf Grund des keltischen Totenfests Samhain aufgegriffen hat, denn die Geschichte und vor allem auch die räumliche Erstreckung des Samhain-Festes sind nicht bekannt. Die Tatsache, dass der November-Termin für Allerheiligen erstmalig im 8. Jahrhundert in Italien eingeführt wurde spricht dagegen, da Samhain dort zu der Zeit, davon geht man aus, unbekannt war.