Pfingstmontag

Pfingstmontag in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





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Pfingstmontag 25 Mai 16 Mai 5 Juni 21 Mai

Geschichte des Pfingstmontags

Der Pfingstmontag ist ein Teil des christlichen Pfingstfests, das 15 Tage nach Ostern stattfindet. Im Sinne der Kirche gilt dieser Tag auch als der Geburtstag der Kirche. Zudem dient Pfingsten der Feier des Endes der Osterzeit. Der Pfingstmontag zeichnet das Ende von Pfingsten. Pfingsten stammt vom griechischen Wort „pentekoste“, welches übersetzt der „fünfzigste Tag“ bedeutet. Der christlichen Lehre zufolge erschien an diesem Tag der Heilige Geist den Jüngern Jesu, die in Folge dessen Kreuzigung und Auferstehung ratlos waren. Der Heilige Geist sprach ihnen Mut zu und motivierte sie dazu die Lehre des Sohns Gottes zu verbreiten.

Brauchtum

Sowohl am Sonntag, als auch am Pfingstmontag werden von den Kirchen Gottesdienste gehalten, in vielen Ort finden diese auch in der freien Natur statt. Laut noch vorhandenen Quellen heißt es, dass Pfingsten im Jahre 130 das erste Mal gefeiert wurde. Im Christentum wird dem Heiligen Geist eine herausragende Stellung zugesprochen. Gemeint ist hier die Heilige Dreifaltigkeit die die Gestalt Gottes bildet, nämlich den Gottvater, den Sohn und den Heiligen Geist. Was kirchliche Riten angeht, sind uns in der heutigen Zeit lediglich das sogenannte Pfingstfeuer, die Flurumritte des Pfingstmontags und der Wettersegen geblieben. Im Mittelalter war es jedoch üblich eine aus Holz gefertigte Taube durch eine Öffnung in das Dach der Kirche zu stecken und diese zu schwenken. Zudem war es üblich, dass Tauben während der Gottesdienste am Sonntag und am Pfingstmontag frei in der Kirche fliegen durften.

Pfingsten und der Pfingstmontag sind nicht ausschließlich religiöse Feiertage. Zahlreiche Traditionen in Verbindung mit Fruchtbarkeitsritualen schaffen den Bezug zur Natur, die in dieser Jahrezeit zu neuem Leben erwacht. Doch ist uns trotz der Tatsache dass Pfingstbräuche sich regional sehr unterscheiden kein Brauchtum bekannt, der spezifisch am Pfingstmontag stattfindet.

Einer der am meisten verbreiteten Bräuche dreht sich um den Pfingstlotter. Dies ist eine Puppe, gefertigt aus Stroh, Holz und Kleidungsstücken, die von den jungen Männer des Ortes möglichst unbemerkt vor die Tür, ein Fenster oder auf das Dach einer jungen Dame platziert wird und dazu dient der Dame auf etwas ungewöhnliche Weise mitzuteilen, dass sie bald heiraten sollte. Es gibt auch sehr clevere junge Frauen mit gutem Sinn für Humor, die sich bemühen den Spieß umzudrehen indem Sie das Bett eines abwesenden Burschen auf die Straße tragen.

Ein weitaus komischerer Brauch ist das sogenannte Pfingststehlen, mancherorts auch bekannt als "Zamtragn“. Dieses findet in der Bosheitsnacht bzw. Unfugnacht statt. Die Jugendlichen klauen in der Nacht zum Sonntag alles was tragbar ist aus den örtlichen Vorgärten und stellen diese Gegenstände dem Markplatz zur Schau, wo die Eigentümern sie wieder zurückholen können. Jedoch macht dieser Unfug nur noch in kleinen Dörfern Sinn, denn sonst kann man als Pfingststehler sehr wahrscheinlich mit einer Anzeige rechnen.