Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt in Deutschland 2015, 2016, 2017 und 2018.





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Mariä Himmelfahrt 15 August 15 August 15 August 15 August

Geschichtlicher Hintergrund und Bedeutung

Mariä Himmelfahrt ist ein hoher Feiertag der katholischen Kirche, an dem das Auffahren der heiligen Mariä in den Himmel festlich begangen wird. Der ursprüngliche Gedanke dieses Festes stammt aus dem 4./5. Jahrhunderts nach Christus aus Jerusalem, bzw. Syrien. Die heilige Maria ist, als die Mutter Jesus Christi die heiligste aller Heiligen und wird oftmals als Mutter Gottes bezeichnet. Daher ist es wenig verwunderlich, dass die katholische Kirche ihr eine solche Bedeutung zumisst. Mariä Himmelfahrt symbolisiert damit gleichzeitig das zurück-nach-Hause-Holen in den Himmel.

Da verschiedene kirchliche Texte beschreiben, dass die Jünger Marias Grab öffneten und dort statt dem erwarteten Leichnam nur Kräuter und verschiedene Blüten vorfanden, wird an diesem Tag traditionell auch eine Kräuterweihe vorgenommen.

Besondere Bräuche

Die Kräuterweihe, die an diesem Tag stattfindet, hat großen Symbolwert und soll die Menschen, aber auch ihr Hab und Gut, gegen schlechte Zeiten, Krankheiten, Schicksalsschläge und Unwetter schützen. Dazu werden Dolden aus sieben unterschiedlichen Kräutern gebunden (Symbolisch für die sieben Sakramente) und zur Kräuterweihe in die Kirche gebracht. Nachdem diese gesegnet sind, hängt man sie im Normalfall am Haus oder auf dem Dachboden auf, damit sie dort ihre schützende Wirkung entfalten können. Züchtet man selbst Vieh oder haben die eigenen Tiere in dieser Zeit mit Krankheiten oder Verletzungen zu kämpfen, dann mischt man einen Teil dieser Kräuter unter das Futter – das soll den Heilungsprozess unterstützen.

Mariä Himmelfahrt ist im südlichen Deutschland und im nahegelegenen Österreich gleichzeitig auch der Auftakt für die „Frauendreißiger“ – einem Zeitraum von 30 Tagen, in denen vielfach große Marienprozessionen abgehalten werden, die jedoch regional stark unterschiedlich sind. Nicht nur in der katholischen Kirche hat die Jungfrau Maria eine große Bedeutung, sondern auch in orthodoxen Gemeinden. Viele wichtige und große Kirchgebäude dieser Kirchengemeinden sind Maria und/oder ihrer Entschlafung (Mariä Himmelfahrt) gewidmet.

Da die evangelischen Kirchen keine heiligen Menschen verehren, wird auch die Jungfrau Maria als Mensch nicht besonders verehrt. Deshalb wird Mariä Himmelfahrt in reformierten Gemeinden nicht als kirchlicher Feiertag begangen.

Feiertagsregelungen der Bundesländer

Mariä Himmelfahrt wird heute am 15. August gefeiert, jedoch lediglich in der katholischen Kirche. In den meisten Bundesländern ist dieses kirchliche Fest kein gesetzlicher Feiertag. Lediglich im Saarland und regional verschiedenen auch in Bayern, haben die Arbeitnehmer frei. In Bayern wird diese Feiertagsregelung abhängig von der mehrheitlichen Bevölkerung der jeweiligen Gemeinde bestimmt. Dabei beruhen diese Entscheidungen auf den aktuellen Volkszählungen. Nachdem vor einiger Zeit eine neue Volkszählung durchgeführt wurde, ist Mariä Himmelfahrt seitdem in einigen Gemeinden neu und in anderen kein gesetzlicher Feiertag mehr (in Bayern).